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Naousa

Naousa ist das zweitgrößte Dorf mit der größten Fischereiflotte der Kykladen. Es liegt an der Nordküste der Insel und wahrt die Schönheit des venezianischen Baustils.

In der Nähe liegen die Dörfer Ambelas, Santa Maria, Ag. Anargiri, Kolimbithres und Kamares, wo sich die wunderschönen Strände Piperi, Fikia, Kolimbithres, Monastiri, Agii Anargiri, Xifara, Lageri, Santa Maria, Ambelas und Damoulis befinden.

Naousa wurde amphitheatralisch um den gleichnamigen Hafen während der byzantinischen Zeit erbaut. Es war mit einer Mauer befestigt, die bis zum venezianischen Kastell reichte, von dem einige Teile bis heute noch erhalten bleiben und von großer historischer und archäologischer Bedeutung sind. Bemerke, dass die russische Flotte, die unter dem Kommando von Orloff stand, ihr Hauptquartier im Hafen von Naousa während der Besetzung der Kykladen im Jahr 1770 hatte.

Heute ist der wunderschöne und geschützte Hafen des Dorfes ständig mit Fischerbooten und Fischern überschwemmt, die frische Fische und Meeresfrüchte fangen. Naousa ist eines der schönsten Fischerdörfer Griechenlands, indem es seinen originellen Inselcharakter aber auch seinen kosmopolitischen Glanz gewahrt hat

Heutzutage sind die alten Lagerräume der Fischer in Tavernen, traditionelle Cafés und Ouzeri umgewandelt worden, die Meze mit frischen Fischen und Meeresfrüchten servieren. Die Cafés und Bars sind verblüffend in der Nacht, wenn Leute aus der ganzen Insel kommen, um bis in die Morgenstunden zu feiern.

Etwas weiter im inneren von Nausa entdeckt man ein Netzwerk von engen Gassen, die entsprechend dem kykladischen Baustil weiß getüncht und hell sind, die die Inselkultur hervorheben und ihre noble und ruhmvolle Vergangenheit mit der modernen Gegenwart harmonisch kombinieren.

Die Bewohner von Naousa sind lebhafte Menschen, die Unterhaltung, Tanz und Gesang lieben. Jeden Sommer veranstalten Sie Wein- und Fischfeste am ersten Sonntag im Juli. Am 23. August ist die große Feier der Piratennacht, wo die Ausplünderung des Dorfes von Piraten nachgespielt wird und es folgen ein Feuerwerk und eine große Feier mit viel Wein und Mezes mit Fischen und Meeresfrüchten für alle.

In der Umgebung von Naousa befinden sich sechs Klöster, wo der Besucher die kunstvollen Ikonenwände, Freskomalereien und originellen Baustils bewundern kann. (Kloster Logovarda, Ai Giannis Detis, die metropolitische Kirche der Mariä Himmelfahrt, das Kloster Agios Athanasios, die Kirche des Agios Georgios aus dem Mittelalter)

Die Zeichen der byzantinischen, als auch der spätbyzantinischen Zeit sind auf den alten Häusern und auf die zwar kleinen, aber nichtdestrotz historischen Kirchen der weiteren Region zu sehen.

In Naousa gibt es außerdem noch folgendes:

  • Der mykenische Palast (Koukounaries): der mykenische Palast aus 1200 v.Chr., der in Koukounaries entdeckt wurde, zählt zu einer der wichtigsten archäologischen Sehenswürdigkeiten der Region. Die archäologischen Ausgrabungsfunde werden im archäologischen Museum ausgestellt.
  • Ein Friedhof aus der frühkykladischen Zeit (Plastira): Zahlreiche Idole und Gräber von besonderer Bedeutung wurden entdeckt, die entsprechend deren Merkmale aus der frühkykladischen Zeit stammen.
  • Das venezianische Kastell auf der nördlichen Seite des Hafens
  • Das Volkskundemuseum von Naousa, wo die Sammlung des Arztes Othonas Kaparis ausgestellt wird, die eine Bibliothek, ein umfassendes Bildarchiv und einige archäologische Funde umfasst.
  • Die Folkloresammlung von Naousa führt männliche und weibliche Kleidungsstücke aus verschieden Regionen Griechenlands und natürlich auch aus Paros, mit Gewissenhaftigkeit und Respekt, vor. Gegenstände des Alltags und alte Fotos zeigen Ihnen die Insel Paros einer anderen Zeit.